Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: Pink Floyd – „Animals“


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Das fliegende Schwein ist geblieben. Das Cover mit der Battersea Power Station und den vier Schloten gehört zur reichen Ikonografie von Pink Floyd.

„Animals“ ist eingeklemmt zwischen „Wish You Were Here“ und „The Wall“, aber ohne notorische Songs, um nicht zu sagen: Hits.

Roger Waters schrieb vier der bloß fünf mäandrierenden Stücke der Platte allein, nur „Dogs“, das 17-minütige Kern- und Meisterstück der Platte, trägt David Gilmours Signatur.

Kulturpessimismus mit Orwell-Symbolik

Waters variiert mit der Zoologie von George Orwells „Animal Farm“ den Kulturpessimismus und die Kapitalismuskritik früherer Alben: Die „Pigs“ repräsentieren die Großkopferten und pharisäerhaften Moralprediger, während die „Sheep“ die folgsamen und unterdrückten Massen darstellen.

Pink Floyd als Könige des behäbigen Artifiziellen waren 1977 der Hauptfeind der Punk-Bands, aber „Animals“ ist von verschlungener Radikalität und Schönheit.

Das Heliumschwein stieg übrigens tatsächlich über Battersea auf, befreite sich von den Halteseilen und erreichte eine Flughöhe von sechs Kilometern.

Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten