Spezial-Abo

Freiwillige Filmkontrolle


Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: Lou Reed – „The Raven“


von

Lou Reed ahnte schon, dass er seinem Publikum mit „The Raven“ viel zumutet, deshalb gibt es neben seiner bevorzugten Doppelalbum-­Version noch eine Sparvariante für ­alle, die keine Geduld für lange Textpassagen ha­ben.

Dabei sind die Schauergeschichten ja das Herz dieses Projekts. Reed hatte Edgar Allan Poe entdeckt und sich die Texte ausgesucht, die ihn am meisten ansprachen – darunter „The Fall Of The House Of Usher“, „The Pit And The Pendulum“ und „The Tell­-Tale Heart“, es ist keine prätentiöse, eher eine überraschend offensichtliche Auswahl.

„Perfect Day“ mit Antony Hegarty

Dann mischte er sie vorsichtig, aber ohne allzu viel Ehrfurcht mit eigenen Ideen (herrlich defätistisch: „Change“). Das Titelstück überließ er dem Schauspieler Wil­lem Dafoe, seinen Klassiker „Perfect Day“ sang ein vielversprechender, damals noch unbekannter Typ: Antony Hegarty.

Etliche der kleinen Sound-­Details, die Songs wie „Vanishing Point“ so faszinierend ma­chen, hört man nur unterm Kopfhörer – ein klaustro­phobisches, wohlig­gruseliges Theaterstück für die Ohren.


Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten

Ohne Konzerte und Festivals fanden wir uns plötzlich abends auf unsere Plattensammlungen zurückgeworfen und stellten fest: Oft sind es nicht die kanonisierten Klassiker, die man besonders gern auflegt.

Stattdessen sind es Alben im Katalog eines lieb gewonnenen Künstlers, die man ganz für sich allein zu haben scheint, weil der Rest der Welt sie verschmäht oder gar schon vergessen hat – missverstandene Geniestreiche, verkannte Meisterstücke, vernachlässigte Schlüsselwerke und Platten, die einfach viel besser sind als ihr Ruf und eine Neubewertung verdienen.


Selbstporträt von Kurt Cobain für 281.000 US-Dollar verkauft

Eine Skizze von Kurt Cobain hat bei einer Versteigerung von Julien's Auctions einen in der Höhe nicht erwarteten Preis erzielt. Das Selbstporträt des Sängers von Nirvana, nachweislich angefertigt im Jahr 1992, brachte insgesamt 281.000 US-Dollar ein. Die Karikatur zeigt den verstorbenen Musiker beim Spielen einer Gitarre mit der Bildunterschrift: „Kurdt Kobain [sic!] Rock Star". Die Worte "I don't know how to play and I don't give a hoot!" wurden zudem auch auf die Zeichnung geätzt. 21 Preis-Steigerungen bei Cobain-Bieterschlacht Wie das Auktionshaus in seiner Beschreibung des Exponats erklärt, entstand die Zeichnung, als Nirvana 1992 in Singapur waren, um dort für…
Weiterlesen
Zur Startseite