Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: George Michael – „Patience“


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Niemand hat ahnen können, dass dies George Michaels letztes Studioalbum sein würde. Auch wenn er erst zwölf Jahre später starb, fanden sich auf dieser Platte des erst 41-Jährigen Spuren eines Alterswerks.

Zwar tanzte er wieder zu House und R&B, aber zumindest die Balladen erzählten von Schmerz und blickten zurück. Es geht um Suizid in der Familie („My Mother Had A Brother“), die Kindheit als Sohn eines griechischen Einwanderers („Round Here“) und – ein Thema seit Wham!-Tagen– die Zweifel am gesellschaftlichen Nutzen von Popstars („John And Elvis Are Dead“).

Weil Michael in „Shoot The Dog“ Premierminister Tony Blair und dessen Unterstützung George W. Bushs im Irakkrieg kritisierte, führten rechte Medien in den USA und Großbritannien eine Kampagne gegen ihn.

George Michael war einsam

In „Precious Box“ heißt es: „Have I a family? I guess not/ Because no one comes in the morning/ No one comes in the evening time.“

Er war zuletzt einsam; der „Last Christmas“-Sänger wurde am ersten Weihnachtsfeiertag 2016 leblos in seinem Bett aufgefunden.

Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten