Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: Madonna – „Hard Candy“


von

In den Nullerjahren ging Madonnas Konzept noch auf, bei jedem neuen Album mit den gerade angesagtesten jungen Kollegen zusammenzuarbeiten.

In den Klanggebilden von Timbaland und den Neptunes bewegte sie sich wie eine Schöpferin, nicht wie eine Eroberin. Die Duette mit Kanye West („Beat Goes On“) und Justin Timberlake („4 Minutes“) zeigten sie mal wieder auf dem Gipfel ihrer Kunst.

„4 Minutes“ wurde ihre bis heute letzte Nummer-1-Single in Großbritannien und ihr letzter Top-3-Song in den USA.

Zugegeben, Madonnas Bedürfnis, mit jeder Platte den Zeitgeist einzufangen, hat auch „Hard Candy“ stellenweise nicht ganz so gut altern lassen (aber sie ist ja nie angetreten, zeitlose Popmusik zu machen), und die ersten Rezensenten fingen an, sie als „Meisterdiebin“ zu beschimpfen, was bis heute anhält.

Doch hier findet sich noch einmal alles, was diese große Künstlerin ausmacht. Mit der Ausnahme von „Candy Shop“ singt Madonna bei ihren Konzerten keines der Lieder von diesem letzten wirklich guten Album.

Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten